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Glyndebourne Festival 2014: "Ein Lichtstrahl in Don's düsterer Welt"

Mit großem Erfolg debütierte Andrés Orozco-Estrada kürzlich mit Mozarts "Don Giovanni" beim Glyndebourne Festival und stand am Pult des London Philharmonic Orchestra, das vor wenigen Wochen seine Ernennung zum Ersten Gastdirigenten des Orchesters ab September 2015 bekanntgegeben hatte.

Diese Opernproduktion erhielt "einen gewaltigen Auftrieb durch das energiereiche Dirigat Andrés Orozco-Estradas", schrieb The Guardian, und profitierte die ganze Vorstellung hindurch von seinem "sicheren Gespür". Die Schlußszene sei schlichtweg "überwältigend" gewesen. The Telegraph lobte Orozco-Estradas künstlerischen Ansatz und eine "schlanke, zeitgemäße Aufführung, die die dunklen und hellen Aspekte des Dramma giocosa in perfekte Balance brachte" ebenso wie "den kultivierrten Schwung des LPO, das die dramatischen Schrauben anzog, um einen ergreifenden Höhepunkt hervorzubringen." Als "aufsteigenden Stern" lobt Theartsdesk.com Orozco-Estrada für seine Behandlung der Partitur, wodurch er eine "theatral-moderne Unmittelbarkeit erreicht und sehr freie farbenreiche Effekte erzielt", gleichzeitig auch "das Charakterpotential der zeittypischen Texturen auskostet".

Andere Kritiken beschreiben Orozco-Estradas Dirigat als "vollkommen auf das Wesentliche reduziert, aber voll verführerischer Details und großer dynamischer Gegensätze" (Edward Seckerson) und als eine "exquisite Finesse, aufmerksam sowohl auf der Bühne als auch im Graben", einen "Reichtum an musikalischer und dramatischer Ausdruckskraft" hervorbringend (Bachtrack). WhatsOnStage bezeichnet  Orozco-Estrada als einen "Lichtstrahl in Don's düsterer Welt" und bemerkt seine "Anmut und Aufmerksamkeit auch für die kleinsten Details". Die Kritik endet: "Es war leicht zu verstehen, warum das London Philharmonic Orchestra ihn zu seinem nächsten Ersten Gastdirigenten ernannt hat."